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NRW

Tochter mit Stromstößen gezüchtigt: Prozess gegen Eltern

Kriminalität

Freitag, 7. Februar 2020 - 14:09 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Aachen. Wenn das Mädchen nicht spurte, sollen die Eltern ihre Tochter mit Gewalt gezüchtigt haben: Als sich die Jugendliche vor rund einem Jahr mit einem Jungen schrieb, soll der Vater (51) seiner Tochter Stromstöße aus der Steckdose verpasst haben. Dazu habe er ein Ende des Kabels an einem Fuß der damals 13-Jährigen festgemacht und das andere Ende in die Steckdose gehalten, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag beim Prozessauftakt in Aachen gegen die Eltern feststellte. Die Mutter (42) habe ihrer Tochter an den Haaren gerissen und sie mit dem Gartenschlauch geschlagen. Die Eltern müssen sich nun wegen Misshandlung Schutzbefohlener und gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Eine Statue der Göttin Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: Stefan Puchner/dpa

Die Eltern machten zum Prozessauftakt keinerlei Angaben. Ihre Tochter, die nicht mehr bei ihnen lebt, ist Nebenklägerin in dem Verfahren. Nach mutmaßlich mehreren Übergriffen auch schon in den Jahren davor, hatte sie sich nach Angaben eines Gerichtssprechers am Ende einem Lehrer anvertraut.

Die Eltern sollen ihr Kind in insgesamt fünf Fällen mit Gewalt gezüchtigt haben - unter anderem wegen schlechter Noten. Einmal biss die Mutter dem Mädchen laut Anklage in den Oberarm, immer wieder gab es Schläge mit dem Gartenschlauch. Auf eine Gasflasche zeigend soll der Vater einmal damit gedroht haben, das Mädchen anzuzünden, wenn es schlechte Noten mit nach Hause bringe.

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