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Tod nach Po-OP: Gutachter sieht Behandlungsfehler

Unfälle

Donnerstag, 17. September 2020 - 05:52 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Im Fall des Todes einer Patientin nach einer Schönheitsoperation in Düsseldorf hat ein Gutachter dem Operateur mehrere Behandlungsfehler attestiert. So sei die 42-Jährige laut Gutachter zum Beispiel nicht ausreichend über die Risiken des Eingriffs aufgeklärt worden, sagte Staatsanwalt Uwe Kessel auf dpa-Anfrage. Gegen den Mediziner wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Die Frau hatte eine Po-Vergrößerung mit Eigenfett vornehmen lassen. Der Betroffene und sein Anwalt könnten noch zu dem Gutachten Stellung zu nehmen - etwa in Form eines Gegengutachtens, sagte Kessel.

Untersuchungen hatten ergeben, dass die 42-Jährige in Folge der Operation verblutet war. Der Mediziner hatte auf dpa-Anfrage bestritten, dass die Frau verblutet sei: „Verblutet ist sie definitiv nicht. Ihr Kreislauf war stabil nach der OP.“ Zudem gebe es im operierten Bereich keine großen Blutgefäße. Er vermute eher einen plötzlichen Herztod als Todesursache, etwa durch eine angeborene Herzschwäche.

Der Arzt bietet Po-Vergrößerungen („Brazilian Butt“) mittels Eigenfett-Implantation an. Eine Methode, die von vielen plastischen Chirurgen wegen ihres Risikos kritisch gesehen wird.

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