NRW

Tödliche Autofahrt: 44-Jähriger droht die Psychiatrie

Prozesse

Montag, 8. März 2021 - 01:32 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Münster. Bei einer ziellosen Autofahrt soll eine psychisch kranke Frau im September mehrere Radfahrer verletzt und einen Mann getötet haben. Im Prozess vor dem Landgericht Münster geht es nicht um eine klassische Bestrafung.

Eine Statue der Justitia unter freiem Himmel. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Nach einer tödlichen Autofahrt im Münsterland beginnt am Montag (9 Uhr) vor dem Landgericht Münster der Prozess gegen eine 44-jährige Frau. Die Beschuldigte gilt als psychisch krank und daher schuldunfähig. In dem Verfahren geht es daher allein um die Frage, ob sie eine Gefahr für die Allgemeinheit ist und aus diesem Grund unbefristet in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik untergebracht werden muss.

Im September 2020 soll die 44-Jährige bei einer scheinbar ziellosen Autofahrt zwischen Lengerich und Lienen im Münsterland mehrere Verkehrsunfälle verübt haben. Laut Staatsanwaltschaft soll sie zunächst ein Ehepaar angefahren und verletzt haben, das auf Pedelecs unterwegs war. Kurze Zeit später soll sie auf einer Landstraße auf die Gegenfahrbahn ausgeschert und mit hoher Geschwindigkeit auf drei Radfahrer zugefahren sein. Bei der Kollision wurde ein 47-jähriger Mann so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Auch die Beschuldigte erlitt schwere Verletzungen, als ihr Kleinwagen gegen einen Baum prallte.

Die Ermittlungen haben ergeben, dass die 44-Jährige schon seit Jahren an einer psychischen Erkrankung leidet. Ein psychiatrischer Gutachter ist im Vorfeld des Prozesses zu dem Schluss gekommen, dass sie zur Tatzeit nicht in der Lage war, ihr Handeln zu steuern und das Unrecht ihrer Tat einzusehen.

© dpa-infocom, dpa:210307-99-726575/2

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