NRW

Tödlicher Schuss mit „Pfefferpistole“: Urteil erwartet

Prozesse

Mittwoch, 15. Januar 2020 - 03:08 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Köln. Im März 2018 eskaliert in Bergisch Gladbach ein Nachbarschaftsstreit. Während eines Handgemenges zieht ein 26-Jähriger eine sogenannte „Pfefferpistole“ und verletzt einen 30-Jährigen tödlich. Am Mittwoch soll in dem Prozess ein Urteil fallen.

Außenansicht des Landgerichtes Köln. Foto: Oliver Berg/Archiv

Im Prozess um die tödliche Verletzung eines 30-Jährigen mit einer sogenannten „Pfefferpistole“ wird heute vor dem Kölner Landgericht ein Urteil erwartet. Laut Anklage hatte ein 26 Jahre alter deutscher Immobilienkaufmann einem 30 Jahre alten Nachbarn im März 2018 in Bergisch Gladbach während eines Handgemenges mit der eigentlich für die Tierabwehrgerät gedachten Pistole ins Gesicht geschossen. Der Nachbar starb wenige Tage nach der Tat in einem Krankenhaus an seinen Verletzungen. Hintergrund der Tat soll ein eskalierter Nachbarschaftsstreit um Sachbeschädigungen an Fahrzeugen in der vom Angeklagten und vom Geschädigten bewohnten Straße gewesen sein.

Pfefferpistolen sind gasbetrieben und frei verkäuflich, können also ohne Waffenschein benutzt werden. Sie dienen etwa der Selbstverteidigung gegen aggressive Hunde. Die Staatsanwaltschaft war während des Gerichts vom Anklagevorwurf des Totschlags abgerückt. Sie forderte eine Verurteilung des Deutschen wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu sechs Jahren und neun Monaten Gefängnis. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch wegen einer Notwehrlage des Angeklagten.


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