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NRW

Tödlicher Unfall an Bahnübergang: Stadt strebt Schranke an

Unfälle

Samstag, 25. April 2020 - 12:00 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Hamminkeln. Der Unfall mit drei Toten an einem Bahnübergang in Hamminkeln war laut Bürgermeister Bernd Romanski (SPD) auch deshalb „besonders tragisch“, da man mit der Bahn bereits in Gesprächen zu einer Beschrankung sei. Noch ist der Bahnübergang nur mit sogenannten Andreaskreuzen gesichert. Am Freitag war ein Auto auf die Gleise gefahren und von einem Zug erfasst und mitgeschleift worden. Die drei Insassen starben.

Rettungskräfte sind bei einem Zugunfall in Dingden im Einsatz. Foto: Arnulf Stoffel/dpa/Archivbild

Laut Romanski wurden andere Übergange an der Strecke bereits mit Schranken versehen. Bei dem Übergang, an dem nun der Unfall passierte, habe vor einigen Jahren die komplette Schließung zur Debatte gestanden. Man habe sich damals nach Rücksprache unter anderem mit der Feuerwehr dagegen entschieden. Da jetzt die Elektrifizierung der Gleise geplant sei, strebe man aber ohnehin die Sicherung aller Übergänge an der Strecke Hamminkeln-Bocholt mit Schranken an.

Der 81 Jahre alte Fahrer des Autos war am Freitag aus ungeklärter Ursache auf den Bahnübergang gefahren, obwohl sich ein Regionalexpress näherte. Der Mann aus Voerde sowie zwei 75 und 77 jährige Frauen, die mit ihm im Wagen saßen, starben. Der Lokführer sowie die Insassen des Zuges blieben unverletzt. „Wir Hamminkelner Bürger trauern mit den Angehörigen und sprechen unsere Anteilnahme aus“, betonte Romanski.

Die Polizei sucht weiter nach Zeugen. „Die Ermittlungen laufen weiter“, sagte ein Sprecher am Samstagmorgen. Neue Erkenntnisse zum Unfallhergang gebe es noch nicht.

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