NRW

Tödliches Autorennen: Anklage fordert Höchststrafe

Prozesse

Montag, 17. Februar 2020 - 13:29 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Kleve. Nach einem mutmaßlichen illegalen Autorennen mit einem Todesopfer in Moers fordert die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft wegen Mordes für den 22-Jährigen Unfallfahrer. Für den zweiten Angeklagten, der das andere Auto steuerte, forderte die Anklage eine zweijährige Bewährungsstrafe wegen der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge. Als nächstes halten die Verteidiger ihre Plädoyers. Das Urteil wollen die Richter in Kleve noch am Nachmittag verkünden.

Der Angeklagte (l) berät sich mit seinem Anwalt Mario Prigge. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

Der Kosovare und der Deutsche sollen sich im vergangenen April in Moers bei Duisburg mit ihren rund 600 PS starken Autos in einem Wohngebiet ein Rennen geliefert haben. Dabei stieß der 22-jährige Kosovare mit dem Kleinwagen einer unbeteiligten Frau zusammen, die gerade auf die Straße eingebogen war. Die 43-Jährige wurde herausgeschleudert und starb nach drei Tagen. Laut Gutachter soll der Unfallwagen bei dem Rennen auf bis zu 167 Kilometer pro Stunde beschleunigt haben.

In der Hauptverhandlung am Montag hatte der Fahrer des nicht in den Unfall verwickelten Autos die Familie der Getöteten um Verzeihung geben. In einer von seinem Anwalt verlesenen Erklärung hieß es: „Es tut mir unfassbar leid, was dort geschehen ist. Ich wünschte, ich könnte alles ungeschehen machen.“


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