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Tönnies bedauert Schalker Verzicht auf sein Hilfsangebot

Fußball

Donnerstag, 7. Januar 2021 - 21:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Gelsenkirchen. Der frühere Schalker Aufsichtsratschef Clemens Tönnies bedauert den Beschluss seines Ex-Clubs, auf seine finanzielle Unterstützung zu verzichten. „Ich beuge mich der Entscheidung, obwohl ich sie natürlich bedauere“, sagte der 64-Jährige am Donnerstag der Funke-Mediengruppe. Zuvor war bekannt geworden, dass der Deal nicht zustande kommt, weil die Forderung des Fleisch-Fabrikanten nach einem einstimmigen Beschluss im Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten nicht erfüllt wurde.

Schalkes damaliger Präsident Clemens Tönnies vor Spielbeginn. Foto: Bernd Thissen/dpa

„Ich wollte sicherstellen, dass alle geschlossen hinter dem Konzept stehen, unter allen Umständen den Klassenerhalt zu sichern“, sagte Tönnies. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge waren zwei Mitglieder des Schalker Aufsichtsrates gegen die Unterstützung des einstigen Clubchefs gewesen. Dem Vernehmen nach stand zur Debatte, den Sponsoren-Vertrag mit einer Tönnies-Firma („Böklunder“) auszuweiten und vorzeitig zu verlängern. „Ich bleibe im Herzen immer Schalker“, sagte Tönnies.

Der 64-Jährige war am 30. Juni nach mehreren Skandalen von seinen Ämtern beim FC Schalke zurückgetreten. 2019 hatte er mit als rassistisch kritisierten Äußerungen über Afrikaner für Wirbel gesorgt. Im Juni gab es nach einem Corona-Ausbruch in seiner Fleischfabrik massive Kritik an den dortigen Arbeitsbedingungen.

Der Tabellenletzte sucht im Kampf gegen den Abstieg noch Verstärkungen im Angriff und auf der Rechtsverteidiger-Position. Die Schalker sind saisonübergreifend seit 30 Bundesliga-Spielen ohne Sieg und könnten am Samstag gegen die TSG 1899 Hoffenheim (15.30 Uhr) den Negativrekord von Tasmania Berlin einstellen.

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