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NRW

Tote in Dormagen: Hinweise auf psychische Auffälligkeit

Kriminalität

Montag, 27. April 2020 - 13:50 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Dormagen. Bei dem in Dormagen vermutlich von Polizisten erschossenen 40-Jährigen gehen die Ermittler Hinweisen auf eine psychische Erkrankung des Mannes nach. Er sei nicht vorbestraft gewesen und strafrechtlich „ein unbeschriebenes Blatt“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Düsseldorf am Montag. Was sich in dem Haus abgespielt habe, in dem am Samstag zwei Tote geborgen werden mussten, sei noch nicht abschließend geklärt.

Polizeibeamte und die Spurensicherung stehen vor einem Haus. Foto: Gianni Gattus/Blaulicht Solingen/dpa

„Diejenigen, die dabei waren, sind entweder tot, oder konnten noch nicht vernommen werden“, so der Staatsanwalt. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 40-Jährige seinen Vater getötet hat. Beim Eintreffen von Streifenbeamten seien dann Schüsse gefallen, die den Sohn töteten. Die Leiche des 74-jährigen Vaters sei inzwischen obduziert. Der Körper habe aber eine Vielzahl von Verletzungen aufgewiesen, was die Rekonstruktion des Geschehens erschwere.

Streifenbeamte waren zu dem Haus gerufen worden. Warum sie schossen und ob dies gerechtfertigt war, werde nun ebenfalls gründlich untersucht, sagte der Staatsanwalt. Aus Neutralitätsgründen sei damit die Düsseldorfer Polizei beauftragt. Die Ehefrau und Mutter der beiden Getöteten überlebte das Geschehen. Sie habe ebenfalls noch nicht vernommen werden können.

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