Toter Säugling vor Babyklappe: Prozess gegen Mutter

dpa/lnw Köln. Im Fall des vor der Babyklappe eines Kölner Frauenhauses tot aufgefundenen Säuglings soll im Februar der Prozess gegen die Mutter des Kindes beginnen. Vorgeworfen werde der 36-Jährigen in der Anklage Totschlag durch Unterlassen, teilte ein Sprecher des Landgerichts Köln am Mittwoch mit. Geplant seien vier Prozesstage - der erste am 2. Februar. Zuvor hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ darüber berichtet.

Toter Säugling vor Babyklappe: Prozess gegen Mutter

Ein Staatsanwalt steht vor einem Stapel Gerichtsakten. Foto: Christian Charisius/dpa/Symbolbild

Der kleine Junge war Mitte Juli tot vor der Babyklappe des Frauenhauses entdeckt worden. Rechtsmediziner kamen damals zu dem Schluss, dass er bei der Geburt noch gelebt haben dürfte. Eine Mordkommission nahm die Ermittlungen auf. Rund einen Monat später wurde die 36-Jährige festgenommen.

Die Frau habe die Schwangerschaft mutmaßlich selbst im engsten Umfeld verheimlicht, erklärten die Ermittler nach der Festnahme. Auf ihre Spur kam die Polizei durch eine bei dem Baby gefundene Quittung eines Lebensmitteldiscounters.

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