NRW

Trauer in Karlsruhe nach Feuerkatastrophe im Krefelder Zoo

Brände

Donnerstag, 2. Januar 2020 - 11:18 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lsw Karlsruhe. Nach dem verheerenden Brand im Zoo von Krefeld sind Trauer und Mitgefühl in Karlsruhe groß. Vor fast zehn Jahren hatte es im Streichelgehege des dortigen Tierparks ebenfalls gebrannt. Alle Tiere dort seien damals ums Leben gekommen, sagte der Sprecher des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe, Timo Deible, am Donnerstag. Die Elefanten im angrenzenden Gehege seien gerade noch rechtzeitig gerettet worden. „Deswegen kann man das nun sehr gut nachvollziehen“, sagte Deible mit Blick auf die Tragödie in Nordrhein-Westfalen.

Zahlreiche Bilder, Plüschtiere und Kerzen liegen vor dem Haupteingang des Krefelder Zoos. Foto: Marcel Kusch/dpa

Der stellvertretende Direktor des Karlsruher Zoos, Clemens Becker, habe zudem alle Orang-Utans aus Krefeld gekannt. Becker ist Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für Orang-Utans und leitet den Austausch der Affen unter den Zoos.

Bei dem Feuer waren in der Silvesternacht mehrere Menschenaffen gestorben, darunter Orang-Utans, Gorillas und ein Schimpanse. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung. Die Ermittler meinen, dass eine zum Jahreswechsel gezündete Himmelslaterne den Brand ausgelöst haben könnte. Diese sind in Deutschland verboten.


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