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Trotz Abschreibungen in Russland: Metro wird optimistischer

Handel

Freitag, 22. April 2022 - 12:05 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Düsseldorf. Dank guter Geschäfte mit Hotels und Restaurants nach dem Wegfall vieler Corona-Einschränkungen rechnet der Metro-Konzern im laufenden Geschäftsjahr mit mehr Gewinn und Umsatz.

Logo eines Metro Cash & Carry-Marktes auf einem Gebäude im Stadtteil Rostokino in Moskau. Foto: ---/dpa/Archivbild

Trotz millionenschwerer Abschreibungen in Russland infolge des Ukraine-Krieges blickt der Großhandelskonzern Metro zuversichtlicher auf das laufende Geschäftsjahr. Da das Geschäft mit Hotels und Restaurants im zweiten Quartal besser lief als erwartet, erhöhte das Unternehmen seine Prognose für das noch bis Ende September andauernde Geschäftsjahr 2021/22. Der Handelsreise rechnet nun mit einem Umsatzwachstum von 9 bis 15 Prozent, wie der Großhandelskonzern am Donnerstagabend in Düsseldorf mitteilte. Bislang war das Management lediglich von einem Umsatzplus von 3 bis 7 Prozent ausgegangen.

Metro profitiert dabei nach eigenen Aussagen nicht nur von der steigenden Inflation, sondern auch von der Erholung des Geschäfts mit Hotels und Restaurants, nachdem die Beschränkungen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie überwiegend aufgehoben wurden.

Allerdings belastet der Ukraine-Krieg das Geschäft der Metro. So muss der Handelskonzern Millionen in Russland abschreiben, was im zweiten Quartal zu einem höheren Nettoverlust führte. Außerdem würden die aktuellen Sanktionen in der zweiten Jahreshälfte in Russland voraussichtlich zu einer eingetrübten Verbraucherstimmung und einer verringerten Produktverfügbarkeit führen, betonte die Metro. Eine weitere Eskalation des Krieges sowie weitere Sanktionen könnten zu zusätzlichen negativen Auswirkungen auf das Geschäft dort führen.

Trotzdem rechnet die Metro beim bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) nun für das laufende Geschäftsjahr mit einem leicht bis moderat über dem Vorjahr ausfallenden Wert. Hier war zuvor eine Stagnation erwartet worden.

© dpa-infocom, dpa:220422-99-02009/4

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