NRW

Um Unterstützung für Terrorkämpfer geworben: Anklage

Extremismus

Dienstag, 21. Juni 2022 - 13:44 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf/Bonn. Ein 46-jähriger Mann aus Bonn soll um Spenden für eine syrische Terrorgruppe geworben haben - nun ist Anklage gegen ihn erhoben worden. Der Mann sei verdächtig, Anhänger der militant-fundamentalistischen Ideologie der Vereinigung Hai'at Tahrir al-Sham (HTS) zu sein, teilte die bei der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf angesiedelte Zentralstelle Terrorismusverfolgung Nordrhein-Westfalen am Dienstag mit.

Eine Statue der Justitia steht mit Waage und Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Konkret soll der Deutsche 2018 in drei Fällen im Internet um Spenden für die Kämpfer geworben haben. Auf das Werben um Unterstützer einer terroristischen Vereinigung im Ausland steht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren.

Die Anklage war laut Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft vom Dienstag bereits am 25. Mai erhoben worden. Der 46-Jährige sei auf freiem Fuß. Das Oberlandesgericht Düsseldorf muss nun entscheiden, ob sie die Anklage zulässt und es zur Hauptverhandlung kommt.

Hai'at Tahrir al-Sham ist laut der Anklagebehörde ein Zusammenschluss verschiedener Gruppierungen, die die Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad stürzen und einen „Gottesstaat“ errichten wollen.

© dpa-infocom, dpa:220621-99-742580/2

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