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NRW

Unbekannte vor Gericht: Nach Blockaden am Tagebau Hambach

Prozesse

Donnerstag, 15. März 2018 - 02:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Kerpen. Wieder stehen Aktivisten vom Braunkohletagebau Hambach in Kerpen vor Gericht. Aber zum ersten Mal wissen die Richter nicht, mit wem sie es zu tun haben.

Dem Tagebau Hambach fallen Wald und Wiesen zum Opfer. Foto: F. Gambarini/Archiv

Vor dem Amtsgericht Kerpen beginnt heute ein Verfahren gegen vier Umweltaktivisten am Braunkohletagebau Hambach, deren Identität nicht bekannt ist. Sie sollen sich aus Protest gegen weitere Rodungen im Hambacher Wald an Holzkonstruktionen angekettet oder sich in einem Erdloch verschanzt haben. Nach Gerichtsangaben wird ihnen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen.

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Das Gericht kennt weder Namen, Alter, noch Nationalität oder Anschrift der Angeklagten. Seit der Festnahme im Januar verweigern sie Angaben zu ihrer Identität, wie das Amtsgericht mitteilte. Bei der Festnahme hatten sie nach Polizeiangaben sogar ihre Fingerkuppen verklebt, damit keine Fingerabdrücke genommen werden konnten.

Da die vier Angeklagten unter diesen Umständen für die Justiz nicht mehr greifbar gewesen wären, sitzen sie seit der Blockade Mitte Januar in Untersuchungshaft.

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