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Uniper schreibt Nord-Stream-2-Darlehen voll ab

Energie

Dienstag, 8. März 2022 - 10:24 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Düsseldorf. Der Energiekonzern Uniper hält trotz einer Milliardenabschreibung an seinem Ausblick fest. Angesichts des volatilen Umfelds werde der Konzern die Entwicklungen aber weiter genau verfolgen, hieß es in einer am späten Montagabend verbreiteten Mitteilung. Das Darlehen für die vom russischen Energiekonzern Gazprom mitfinanzierte Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 von 987 Millionen Euro inklusive Zinsen werde vollständig abgeschrieben, hieß es weiter.

Ein Schild mit der Aufschrift „Nord Stream 2 Committed Reliable Safe“ hängt über einer Landkarte. Foto: Stefan Sauer/dpa/Archivbild

Die Uniper-Aktie legte am Dienstagvormittag zeitweise über 6 Prozent zu. Seit Ausbruch des Ukraine-Krieges summieren sich die Kursverluste des MDax-Konzerns aber immer noch auf über 40 Prozent.

Die Abschreibung werde sich laut Uniper im ersten Quartal auf das berichtete Konzernergebnis auswirken, habe aber keinen Einfluss auf die bereinigten Ergebniszahlen. Zudem entfallen die damit verbundenen Zinserträge von rund 100 Millionen Euro pro Jahr.

Uniper wird keine neuen langfristigen Lieferverträge für Erdgas mit Russland abschließen, wie das Unternehmen weiter mitteilte. An den bestehenden Verträgen hält Uniper aber fest. Außerdem wird das Flüssiggas-Projekt in Wilhelmshaven wieder aufgenommen und die Bezugsquellen sollen verstärkt diversifiziert werden.

Sollte es zu einer begrenzten und kurzfristigen Drosselung der Gasflüsse aus Russland kommen, werde Uniper voraussichtlich in der Lage sein, den Ausfall weitergehend kompensieren zu können, hieß es weiter. Erhebliche Unterbrechungen der Gasflüsse würden hingegen die Stabilität des deutschen Gassystems gefährden.

© dpa-infocom, dpa:220308-99-430279/3

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