Unis und Hochschulen starten „online“ ins Sommersemester

dpa/lnw Düsseldorf. Angesichts der Corona-Krise gibt es an den Universitäten und Hochschulen in Nordrhein-Westfalen zum Beginn des Sommersemesters zunächst nur Online-Unterricht. Das hat NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) am Dienstag angekündigt. Entsprechende Pläne hatten die NRW-Hochschulrektoren bereits vor einigen Tagen präsentiert.

Unis und Hochschulen starten „online“ ins Sommersemester

Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos, r), Kultur- und Wissenschaftsministerin von Nordrhein-Westfalen. Foto: Roberto Pfeil/dpa/Archivbild

Die Hochschulen hätten zugesagt, den mehr als 780 000 Studierenden „ein breites digitales Lehrangebot“ zur Verfügung zu stellen, erklärte die Ministerin. „Damit ist gewährleistet, dass das Sommersemester stattfinden kann und die Gefahr eines sogenannten Null-Semesters zu Lasten der Studierenden vermieden wird.“

Wegen der Verbreitung des Coronavirus war der Beginn der Vorlesungszeit bereits auf den 20. April verschoben worden. Momentan sei nicht klar absehbar, wann die Hochschulen den regulären Präsenzbetrieb wieder aufnehmen könnten, sagte Pfeiffer-Poensgen. Daher seien „flexible und pragmatische Lösungen“ gefragt. Ein Vorlesungsbeginn über digitale Formate gebe den Studierenden und den Hochschulen Planungssicherheit für die kommenden Monate.

Der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz der Universitäten NRW, Lambert T. Koch, erklärte, der digitale Weg bedeute je nach Fach „eine riesige Herausforderung“, zumal die Vorbereitungszeit sehr kurz sei. Dennoch sei „ein starker Wille vorhanden“, den Studierenden trotz aller Hindernisse ein erfolgreiches Semester zu ermöglichen.

Auch die praxisorientierten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften haben den Angaben zufolge frühzeitig viele Veranstaltungen auf digitale Angebote umgestellt. Zur besonders großen Herausforderung wird das digitale Semester für Kunst- und Musikhochschulen, in denen die künstlerische Praxis vor Ort im Zentrum steht. „Hier gelangen digitale Übertragungen schnell an ihre Grenzen, erklärte der Vorsitzende der Rektorenkonferenz, Thomas Grosse. Es würden aber neue Wege des künstlerischen Lehrens und Lernens gesucht - „in der Hoffnung, dass die Hochschulen als Orte der Begegnung und Bestandteil des kulturellen Lebens bald wieder ihre Tore öffnen werden.“