Urteil im Prozess gegen mutmaßliche IS-Terroristen geplant

dpa/lnw Düsseldorf. Sie kommen aus Hagen und Ennepetal und sollen sich in Syrien der Terrorgruppe Islamischer Staat angeschlossen haben. Nach vier Monaten Prozessdauer ist nun das Urteil gegen zwei mutmaßliche IS-Terroristen geplant.

Urteil im Prozess gegen mutmaßliche IS-Terroristen geplant

Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/Archiv

Im Prozess gegen zwei mutmaßliche IS-Terroristen aus Ennepetal und Hagen soll heute das Urteil verkündet werden. Der Düsseldorfer Generalstaatsanwalt hat drei Jahre und zehn Monate Jugendhaft für einen 21-Jährigen aus Ennepetal beantragt. Gegen einen mitangeklagten 26-Jährigen aus Hagen beantragten die Ankläger zwei Jahre Haft auf Bewährung. Die Verteidiger haben für beide Angeklagten in dem Prozess am Düsseldorfer Oberlandesgericht Freisprüche beantragt.

Der 26-Jährige hatte sich beim Prozessauftakt vom Islamischen Staat distanziert. Von dessen Gräueltaten habe er damals noch nichts gewusst: „Das sind für mich Terroristen, Mörder“, hatte er gesagt. Die Syrien-Rückkehrer sollen in einem Ausbildungslager des IS gewesen und von der Terrororganisation als „Kämpfer“ registriert worden sein.