Urteil möglich: Mutmaßliche IS-Terroristin aus Oberhausen

dpa/lnw Düsseldorf. Eine Mutter aus Oberhausen soll mit ihren drei Kindern nach Syrien gereist sein und sich dort dem IS angeschlossen haben. Ihr kleiner Sohn überlebte das nicht. Nun wird das Urteil erwartet.

Urteil möglich: Mutmaßliche IS-Terroristin aus Oberhausen

Das Oberlandesgericht in Düsseldorf. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

Einer mutmaßlichen IS-Terroristin aus Oberhausen droht heute in Düsseldorf eine längere Haftstrafe. Die 33-Jährige hatte gestanden, als überzeugte Salafistin mit ihren drei Kindern aus dem Ruhrgebiet nach Syrien ins Herrschaftsgebiet der Terrormiliz Islamischer Staat gezogen zu sein. Ihr kleiner Sohn war in Syrien laut Bundesanwaltschaft bei einem Raketenangriff ums Leben gekommen.

Die Bundesanwaltschaft hat sieben Jahre Haft beantragt. Die Anklage habe sich während des Prozesses am Düsseldorfer Oberlandesgericht in allen Punkten bestätigt. Die deutsche Angeklagte habe ihre Kinder massiv gefährdet und einer Gewaltideologie ausgesetzt.

Die Verteidiger der 33-Jährigen hatten dreieinhalb Jahre gefordert. Die Angeklagte sei naiv und leichtgläubig, habe sich aber nicht absichtlich strafbar gemacht. Ihr Entschluss zur Reise nach Syrien sei spontan gewesen und in einer emotionalen Ausnahmesituation entstanden.