NRW

VdK: Altenheime bei vierter Coronawelle nicht mehr isolieren

Soziales

Dienstag, 13. Juli 2021 - 13:43 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Alten- und Pflegeheime müssen aus Sicht des Sozialverbands VdK für einen menschenwürdigeren Umgang mit einer vierten Coronawelle gerüstet werden. Es dürfe nicht mehr passieren, dass, sogar unabhängig von der Neuinfektionsrate, quasi alle Pflegeheime „abgeschlossen“ und die Bewohner auf ihren Zimmern isoliert würden, mahnte der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende des VdK, Horst Vöge, am Dienstag in Düsseldorf.

Der Landesverband schlug vor, entweder Infizierte oder Nichtinfizierte künftig zu verlegen, um beide Gruppen räumlich besser zu trennen. Außerdem müssten viel mehr Angebote zur Kurzzeitpflege geschaffen werden. Der Mangel sei in den vergangenen Monaten ein Riesenproblem für Angehörige gewesen.

Der Landesverband setzte am Dienstag den Startschuss zu seiner Bundestagswahl-Kampagne „Sozialer Aufschwung jetzt“. Geplant sei unter anderem eine „Tour der Armut“ durch das Ruhrgebiet, entlang dem „Armutsäquator A 40“, kündigte Vöge an. „Insbesondere im Ruhrgebiet leiden die Menschen unter den sozialen Folgen der Pandemie.“ Dort lebe gut jeder Fünfte in einem Haushalt unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle - landesweit betreffe das in NRW jeden Sechsten. Für einen Ein-Personen-Haushalt liege die Schwelle bei 1040 Euro brutto Monatseinkommen, erklärte Vöge.

© dpa-infocom, dpa:210713-99-365503/2

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