Verbände: Bau-Novelle verschlechtert Barrierefreiheit

dpa/lnw Düsseldorf. Die geplante Baunovelle der CDU/FDP-Regierung verschlechtert aus Sicht von Behinderten- und Sozialverbänden die Standards für barrierefreies Bauen in Nordrhein-Westfalen. Es sei absurd, dass barrierefrei zugängliche Aufzüge künftig erst ab der sechsten Etage Vorschrift werden sollten, kritisierte der Vorsitzende des VdK NRW, Horst Vöge, am Montag in Düsseldorf. Bislang gelte das bereits ab der fünften Etage. Für rollstuhlgerechte Wohnungen sehe der Gesetzentwurf gar keine verbindliche Vorgabe mehr vor.

Verbände: Bau-Novelle verschlechtert Barrierefreiheit

Ein Rollstuhl steht unter einer Treppe in einem Wohnhaus. Foto: Arno Burgi/Archiv

Die CDU/FDP-Regierung hatte die Bau-Novelle der rot-grünen Vorgängerregierung gestoppt. Sie sah beim Bau von mehr als acht Wohnungen mindestens eine rollstuhlgerechte Wohnung vor - bei mehr als 15 Wohnungen zwei.