Verbände fordern Klarheit bei Corona-Tests für Schüler

dpa/lnw Düsseldorf. Lehrerverbände haben schnelle Klarheit bei Corona-Tests für Schüler vor der Rückkehr aller Jahrgänge in den Präsenzunterricht ab kommendem Montag gefordert. „Angesichts der mancherorts wieder steigenden Infektionen haben wir kein Verständnis, weshalb die Landesregierung noch nicht liefert“, sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft GEW, Maike Finnern, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Es seien zu den Tests für Schüler noch viele Fragen offen, kritisierte auch die Lehrergewerkschaft VBE.

Corona-Tests gelten als zentraler Baustein für weitere Öffnungen in der Pandemie. Laut jüngstem Beschluss der Ministerpräsidenten sollen auch alle Schüler pro Präsenzwoche mindestens einen kostenlosen Schnelltest erhalten. Das NRW-Schulministerium hatte am vergangenen Freitag angekündigt, alle Schüler zumindest tageweise vor den Osterferien wieder in die Klassenräume zurückzuholen. Jüngere Schüler und Abschlussjahrgänge hatten schon am 22. Februar den Anfang, nun folgen ab kommenden Montag auch alle Schüler der weiterführenden Schulen im Wechselmodell. Das Ministerium hatte aber die Frage der Corona-Tests für Schüler offengelassen.

„Schulen brauchen jetzt einen Plan, wann und wie es losgeht“, verlangte Finnern. Dabei stelle sich auch die Frage, wer die Tests durchführe. „Lehrkräfte kommen dafür nicht in Frage.“ Für eine sichere Öffnung der Schulen sei auch eine klare Test- und Impfstrategie Voraussetzung. Der VBE-Landesvorsitzende Stefan Behlau monierte erneute unklare Verhältnisse. Spätestens nach den Osterferien müsse die Politik eine tragfähige Teststrategie vorlegen, sagte er auf dpa-Anfrage.

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