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Verfahren nach Drohungen gegen Verwaltungsgericht

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Mittwoch, 12. September 2018 - 16:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Essen/Gelsenkirchen. Wegen seiner Entscheidungen zu dem Islamisten Sami A. hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen zahlreiche Hassmails erhalten - nun hat die Staatsanwaltschaft ein Verfahren deshalb eingeleitet. Nach Auskunft einer Sprecherin prüft die Behörde derzeit zahlreiche Briefe, Postkarten und Mails. Nach einer Entscheidung der Verwaltungsrichter, dass der islamistische Gefährder Sami A. nicht abgeschoben werden darf, hatte das Gericht mehrere Anzeigen erstattet. „Es geht um Todesdrohungen, Verwünschungen, Beleidigungen, rechtsradikale Äußerungen und Lob für das Dritte Reich“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch.

Das Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen. Foto: Marcel Kusch/Archiv

Einige Schreiber hätten Sami A. die Hinrichtung und Folter gewünscht. In der Regel seien die Schreiben allerdings anonym eingegangen, sagt Milk. Das erschwere die Ermittlungen.

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Insgesamt hatte die Verwaltung und die Pressestelle des Gerichts knapp 400 Briefe und Mails erhalten. Rund ein Dutzend davon hatte das Verwaltungsgericht nach eigener Einschätzung als strafrechtlich relevant eingestuft und an die Staatsanwaltschaft geleitet.

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