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NRW

Verwirrung um Zoo-Ausbruch

Tiere

Freitag, 1. Juni 2018 - 17:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Bitburg. Die Lage nach einem Unwetter in der Eifel ist unübersichtlich. Ein Zoo vermisst mehrere Raubtiere. Die Behörden warnen vor Gefahr. Am Ende zeigt sich: Es war dann doch etwas anders.

Löwe Malor gähnt in seinem Gehege im Eifel-Zoo in Lünebach (Rheinland-Pfalz). Foto: Harald Tittel/Archiv

Ein angeblich gefährlicher Raubtierausbruch aus einem Zoo in Rheinland-Pfalz hat sich als falscher Alarm herausgestellt. Zuerst hatte ein Behördenvertreter berichtet, dass zwei Löwen, zwei Tiger und ein Jaguar am Freitag nach einem Unwetter aus dem Eifel-Zoo ausgerissen seien. Jedoch war nur ein einziger Bär aus seinem Gehege entkommen. Dieser Bär wurde auf einem Weg des Zoogeländes erschossen.

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Die Situation sei wegen der Überschwemmungen nach dem jüngsten Unwetter zunächst nicht erkennbar gewesen, sagte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld, Andreas Kruppert, am Freitag.

Stunden zuvor hatte ein Sprecher des Kreises Bitburg-Prüm von einem Ausbruch berichtet. Anwohner des Eifel-Zoos in Lünebach wurden aufgefordert worden, Wohnungen und Häuser nicht zu verlassen. Später gaben die Behörden wieder Entwarnung.

In der Nacht zum Freitag hatte sich ein heftiges Unwetter mit Wolkenbrüchen über der Region entladen. Der untere Teil des Zoos liegt in der Nähe des Flusses Prüm, der über die Ufer trat. Dort befinden sich auch die Gehege der Raubkatzen.

Bürgermeister Kruppert berichtete, dass die Helfer zunächst mit einer Drohne versucht hätten, die Tiere in dem überschwemmten Gelände zu finden. Dies sei aber nicht möglich gewesen. Der Bär sei aus seinem Gehege entkommen, weil das Gitter Wassermassen und Treibgut nicht standgehalten habe.

Die anderen Tiere habe man später, als sich das Wasser zurückzog, wieder in ihren Gehegen entdeckt. Nun werde geprüft, ob die Gehege noch in Ordnung seien, die Tiere würden bis dahin ständig überwacht. Notfalls müssten die Tiere in einen anderen Zoo gebracht werden.

Der Eifel-Zoo in Lünebach liegt im Westen von Rheinland-Pfalz, etwa 50 Kilometer Luftlinie nördlich von Trier entfernt. Insgesamt leben demzufolge rund 60 exotische und einheimische Tierarten auf dem etwa 30 Hektar großen Gelände. Der 1972 eröffnete Zoo ist ein privater Betrieb und befindet sich in Familienhand.

Ingrid Bergmann 01.06.201822:39 Uhr

Warum muss man entlaufene Tiere erschießen und kann sie nicht betäuben um sie dann einzufangen? Wenn Gehege so instabil sind, dass sie einem Unwetter nicht standhalten, ist dies menschenverschuldet.

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