NRW

Vielerorts Lockerung der Notbremse: Schnelltests gefragt

Gesundheit

Montag, 29. März 2021 - 14:27 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Vor den Ostertagen steigt die Nachfrage nach Corona-Schnelltests laut Apothekerverband Nordrhein landesweit deutlich an. Seitdem das kostenlose Angebot für mindestens einen wöchentlichen Bürgertest breiter bekannt geworden sei, wachse der Zulauf hier für die beteiligten rund 500 Apotheken in NRW enorm, sagte der Vorsitzende des Apothekerverbands Nordrhein, Thomas Preis, am Montag. Auch unabhängig vom Instrument der Corona-Notbremsen-Lockerung nehme der schon seit zwei Wochen bestehende Andrang nun noch einmal zu - wohl vor allem, weil man an den Feiertagen die Familie besuchen und auch die Großeltern treffen wolle.

Medizinisches Personal hält einen Corona-Test in der Hand. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Die seit 9. März möglichen kostenlosen Bürgertests sind Preis zufolge in den Apotheken rund 500 000 Mal pro Woche durchgeführt worden, Tendenz stark steigend. Für den ersten Monat rechne man insgesamt mit 2,5 Millionen Tests. „Es kommen inzwischen ganze Familien.“

Von der Notbremsen-Lockerung machten am Montag mehr als zwei Dutzend Städte und Kreise mit anhaltend hohen Neuinfektionszahlen Gebrauch - nach grünem Licht vom Gesundheitsministerium. Bürger dürfen demnach bei Vorlage eines tagesaktuellen Corona-Negativtest auch weiterhin unter Auflagen etwa in Gartenmärkten oder Bekleidungsgeschäften shoppen oder Zoo und Museum besuchen. Von starkem Andrang war zunächst nichts zu hören.

Die Stadt Essen ging wegen der Ferien zwar „von einer entsprechenden Nachfrage“ für kulturelle Einrichtungen aus. Aber: „Ein zu großer Andrang ist bisher noch nicht zu spüren“, teilte eine Sprecherin mit. Der Einzelhandel rechne nicht mit großen Andrang. Aus Wuppertal hieß es, über die rund 100 Teststellen - allesamt von privaten Anbietern betrieben - habe man keinen Überblick. Vom Rathaus aus könne man die Lage an den 50 Testpunkten und im Handel nicht beurteilen, berichtete ähnlich Solingen. Duisburg hatte noch keine Meldungen aus Geschäften oder Zoos, Museen seien montags geschlossen.

Bund und Länder hatten eine Notbremse für Kommunen mit über 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche angekündigt. NRW hatte dennoch zahlreichen Städten und Kreisen die Test-Option gestattet. Andere Kommunen mit hoher Wocheninzidenz - etwa Köln und Hagen - wollten dagegen auf die Bremse treten und die am 8. März unter Auflagen geöffneten Läden des nicht-täglichen Bedarfs und Kulturstätten wieder dichtmachen.

© dpa-infocom, dpa:210329-99-14529/2

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