Vier Jahre Haft für Benzinangriff auf Ehefrau

dpa/lnw Detmold. Für mehrere Angriffe auf seine von ihm getrennt lebende Ehefrau muss ein Mann für vier Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Detmold verurteilte den 35-Jährigen am Mittwoch unter anderem wegen versuchten Mordes, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Brandstiftung. Er hatte zuvor alle vier der ihm vorgeworfenen Taten umfassend gestanden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig (Az.: 21 KLs 21/21).

Vier Jahre Haft für Benzinangriff auf Ehefrau

Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

So soll der in Deutschland anerkannte Flüchtling aus Aserbaidschan seine 34-Jährige ehemalige Frau aus Eifersucht in Lemgo am Kopf mit Benzin übergossen oder besprüht haben, um sie durch ein Feuer zu entstellen. Er hatte den Verdacht, dass die Mutter seiner vier Kinder ein Verhältnis mit ihrem Fahrlehrer hatte. Nach Auffassung des Gerichts hatte der Angeklagte billigend in Kauf genommen, dass die Frau bei dem heimtückischen Angriff mit Benzin stirbt. Später schlug er der Frau auf die frisch verbundenen Wunden. Zuvor hatte er ein Fahrzeug des Fahrlehrers angezündet und seine Frau mit Schlägen auf den Kopf verprügelt.

Mit den Angriffen wollte er die Frau nach eigener Aussage für andere Männer hässlich machen. Durch die schnelle Behandlung in einer Spezialklinik hat das Opfer heute kaum noch sichtbare Spuren.

Das Paar war 2012 mit einem Kind nach Deutschland gekommen. 2019 war die Ehe zerbrochen.

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