Vierfach-Bombenverdacht: 14 000 müssen Wohnung verlassen

dpa/lnw Dortmund. Bombenentschärfungen sind im Ruhrgebiet fast Routine. Wenn aber - wie aktuell in Dortmund - vier Bomben ausgerechnet in der Nähe von zwei großen Kliniken vermutet werden, ist das für Einsatzkräfte, Kampfmittelräumer und Krisenstab eine echte Herausforderung.

Vierfach-Bombenverdacht: 14 000 müssen Wohnung verlassen

Ein Bagger eines Kampfmittelräumdienstes an einem der Bombenverdachtspunkte in Dortmund. Foto: Bernd Thissen/dpa

In Dortmund müssen am heutigen Sonntag bis zu 14 000 Menschen ihre Wohnungen verlassen, weil in ihrem Viertel vier Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet werden. Die Anwohner sind aufgefordert worden, bis 8 Uhr ihre Häuser zu räumen.

In dem dicht besiedeltem Gebiet liegen auch zwei Kliniken. Bereits am Samstag wurden Hunderte Patienten aus den Kliniken in Sicherheit gebracht. Einige wurden in andere Krankenhäuser verlegt, andere bleiben während der Aktion in als sicher identifizierten Bereichen der Klinikgebäude.

Ab dem Mittag wird auch der Bahnverkehr im Ruhrgebiet eingeschränkt: Während der Entschärfung wird der Bahnverkehr am Hauptbahnhof eingestellt. Der Fernverkehr wird großräumig umgeleitet. Regionalzüge wenden in größeren Bahnhöfen vor Dortmund oder nehmen ebenfalls Ausweichstrecken.