NRW

Vogelgrippe-Ausbruch: 60 Geflügelhalter werden untersucht

Agrar

Donnerstag, 4. März 2021 - 16:54 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Versmold/Gütersloh. Nach der Bestätigung eines Geflügelpest-Ausbruchs in einem Entenmastbetrieb in Versmold (Kreis Gütersloh) werden die Tiere bei etwa 60 Geflügelhaltern im Umkreis untersucht. Wie der Kreis Gütersloh am Donnerstag mitteilte, habe das bundesweit zuständige Friedrich-Loeffler-Institut die Proben aus dem Stall untersucht und festgestellt, dass es sich wie befürchtet um eine hochansteckende Form des Vogelgrippe-Virus handelt (H5N8). Wegen eines entsprechenden Verdachts sowie Symptomen waren die 20 000 Enten bereits getötet worden.

Ab Freitag richte der Kreis ein Sperrgebiet im Umkreis um den Betrieb ein. Hier gelten besonders strenge Auflagen für Nutzgeflügelhalter. So dürfen beispielsweise die Tiere und ihre Produkte nicht transportiert werden, die Ställe müssen gegen unbefugtes Betreten gesichert werden. Veterinäre sollen alle Bestände der 60 Geflügelbetriebe in dem Bereich klinisch untersuchen. Etwas weiter bis in die umliegenden Gemeinden reicht ein eingerichtetes Beobachtungsgebiet mit ebenfalls verschärften Hygieneauflagen und Transportverbot, teilte der Kreis mit. Diese Maßnahmen betreffen rund 500 Halter.

Bereits am Mittwoch hatte der Kreis Paderborn nach einem bestätigten Fall von Geflügelpest in einer Hobby-Geflügelzucht die Maßnahmen rund um den Hof verschärft. Geprüft wird Angaben des Landesumweltministeriums noch ein Verdachtsfall im Kreis Minden-Lübbecke. Zur Eindämmung der Tierseuche müssen im gesamten Regierungsbezirk Detmold Hühner, Puten und Co im Stall bleiben.

Die Infektionskrankheit, auch Vogelgrippe genannt, kommt vor allem bei Wasservögeln und anderen Vögeln vor. Bei intensivem Kontakt können sich auch Menschen anstecken. Eine Übertragung über infizierte Lebensmittel gilt aber als unwahrscheinlich. Die Geflügelpest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche und wird daher staatlich bekämpft.

© dpa-infocom, dpa:210304-99-690616/2

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