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Vonovia-Chef: Hohe Inflation geht an Mieten nicht vorbei

Immobilien

Mittwoch, 1. Juni 2022 - 10:02 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Frankfurt. Deutschlands größtes Immobilienunternehmen Vonovia hält bei einer anhaltend überdurchschnittlichen Inflation deutlichere Mieterhöhungen für unausweichlich. „Wenn die Inflation dauerhaft bei vier Prozent liegt, müssen auch die Mieten künftig jährlich dementsprechend ansteigen“, sagte Vonovia-Vorstandschef Rolf Buch dem „Handelsblatt“ (Mittwoch). Sonst würden viele Vermieter in ernsthafte Schwierigkeiten geraten. „Wir können nicht so tun, als wenn die Inflation an den Mieten vorbeigeht. Das wird nicht klappen.“

Der Schriftzug des Wohnungsunternehmens „Vonovia“ hängt an der Firmenzentrale. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

Vonovia ist Deutschlands größter Wohnungskonzern. In Deutschland, Schweden und Österreich vermietet das börsennotierte Unternehmen mehr als 565.000 Wohnungen, davon mehr als 505.000 allein hierzulande. In Deutschland wohnte 2020 knapp die Hälfte der Bevölkerung zur Miete.

Bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2021 hatte der Vonovia-Vorstand Mitte März berichtet, dass sich die Miete im Durchschnitt auf 7,33 Euro pro Quadratmeter erhöhte - das waren 2,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Zum Zuwachs trugen den Angaben zufolge vor allem modernisierte Wohnungen bei. Die Kosten für energetische Sanierungen wie etwa Wärmedämmung sowie Austausch alter Heizungsanlagen und Fenster können die Konzerne teilweise auf die Miete umlegen.

© dpa-infocom, dpa:220601-99-504553/2

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