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NRW

Vorsitzender: Amri-Ausschuss befasst sich auch mit V-Mann

Landtag

Freitag, 20. Oktober 2017 - 10:31 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Der NRW-Untersuchungsausschuss zum Terrorfall Anis Amri wird sich wohl auch mit den neuen Fragen rund um die Rolle eines V-Manns bei dem Anschlag in Berlin befassen. Er gehe davon aus, dass der U-Ausschuss des nordrhein-westfälischen Landtag sehr schnell einen entsprechenden Beschluss fassen werde. Das sagte der Vorsitzende Jörg Geerlings (CDU) der Deutschen Presse-Agentur am Freitag kurz vor dem Start einer Neuauflage des Ausschusses. Geerlings zufolge wird das Gremium dazu demnächst voraussichtlich Zeugen des Landeskriminalmates (LKA) befragen. 

Fahndungsfotos von Anis Amri hängen an der Tür der Weihnachtsmarktwache. Foto: Arne Dedert/Archiv

Nach jüngsten Medienberichten soll der vom LKA NRW geführte Informant in der Islamistengruppe um Amri möglicherweise selbst zu Anschlägen aufgefordert haben. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und die „Berliner Morgenpost“ berufen sich dabei unter anderem auf Strafverteidiger von Islamisten aus der Gruppe um Abu Walaa. Der Düsseldorfer Untersuchungsausschuss war neu vom Landtag eingesetzt worden, weil der Vorgänger-Ausschuss bis zur Landtagswahl im Mai seine Arbeit nicht beenden konnte.

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Geerlings sagte, man wolle keine Schnellschüsse. Wie viel Zeit benötigt werde, sei noch nicht absehbar. Als erster Zeuge sollte am Freitag ein Mitarbeiter des Bundesinnenministeriums befragt werden. „Besonders wichtig ist für uns der NRW-Part“, betonte der Vorsitzende zum Untersuchungsauftrag. Die drängende Frage stehe im Raum, ob der Anschlag des islamistischen Attentäters vom 19. Dezember 2016 auf einem Berliner Weihnachtsmarkt mit zwölf Toten hätte in NRW unterbunden werden können.


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