NRW

Vorsitzender der Bischofskonferenz kritisiert Woelki

Kirche

Donnerstag, 4. Februar 2021 - 17:16 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Bonn. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki kritisiert. „Die (...) Krise, die entstanden ist, weil das Gutachten nicht jetzt öffentlich ist, die ist nach meiner Ansicht nicht gut gemanagt worden“, sagte der Limburger Bischof am Donnerstag in einer Online-Pressekonferenz. Woelki hält seit Monaten ein Gutachten unter Verschluss, in dem der Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs gegen katholische Priester untersucht wird. Er führt dafür rechtliche Bedenken an.

Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild

Bätzing äußerte sich im Rahmen einer Online-Versammlung der Mitglieder des Reformprozesses Synodaler Weg. Auch das Präsidium des Synodalen Wegs nahm in einer Erklärung zu der Woelki-Krise Stellung: „Die Vorgänge im Erzbistum Köln um die Bestellung, Nichtveröffentlichung und Neuvergabe von Gutachten haben dazu geführt, dass Viele am Willen kirchlicher Autoritäten zu vorbehaltloser Aufklärung zweifeln“, heißt es dort. „Es sind erhebliche Irritationen entstanden und es ist ein Verlust an Vertrauen eingetreten, der nur schwer wieder behoben werden kann.“

In einer Reaktion auf die Stellungnahme räumte Woelki ein: „Mir ist schmerzlich bewusst, dass Vertrauen verloren gegangen ist.“ Er habe Fehler gemacht. Erneut verwies er auf die Veröffentlichung eines neuen von ihm in Auftrag gegebenen Gutachtens am 18. März. „Danach werden die Betroffenen und anschließend auch jeder Interessierte Einblick in das erste Gutachten erhalten“, sagte er zu. „Den Vergleich scheuen wir nicht.“

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