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NRW

Waffenfund und Giftverdacht: Ermittlungen

Notfälle

Donnerstag, 15. August 2019 - 15:52 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Dorsten. Nach dem Fund von verrosteten Waffenteilen aus dem Zweiten Weltkrieg und einer wohl quecksilberhaltigen Substanz in der Lippe bei Dorsten ermitteln die Behörden in mehrere Richtungen. Es sei unklar, ob die beiden Funde miteinander in Verbindung stehen, sagte ein Sprecher der Polizei am Donnerstag. Nach ersten Erkenntnissen sei es auch gut möglich, dass die vermutlich giftige Substanz anders in den Fluss gelangt sei als durch die in der Nähe festgestellten Munitions- und Waffenreste.

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/Archivbild

Weil genaue Untersuchungsergebnisse zu einer möglichen Belastung des Wassers mit Quecksilber noch ausstehen, blieb der Abschnitt des Flusses bei Dorsten am Donnerstag vorerst für Kanus und Angler gesperrt. Fische sollten vorsorglich nicht verzehrt werden, hieß es bei der Bezirksregierung. Das Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV) untersucht derzeit noch zahlreiche Proben. Ein Schnelltest hatte auf Quecksilber hingedeutet. Die Feuerwehr hatte den etwa Bowling-Kugel-großen Tropfen am Mittwoch abgesaugt.

Wie der Polizeisprecher am Donnerstag erläuterte, ist zudem völlig unklar, wie lange die inzwischen stark verrosteten Maschinenpistolenteile und die Munition im Wasser gelegen hatten. Polizeitaucher hatten gezielt danach gesucht. So hatten Ermittlungen gegen einen Mann aus Dorsten ergeben, dass dieser in seinem Besitz befindliche Waffen an der Stelle aus der Lippe gefischt hatte. „Er hatte auch angegeben, dass dort noch mehr sein soll“, berichtete der Polizeisprecher.

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