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NRW

„Waldhof“-Havarie nach sieben Jahren noch einmal vor Gericht

Prozesse

Dienstag, 6. März 2018 - 01:41 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Köln. Es war einer der folgenreichsten Unfälle auf dem Rhein: die Havarie mit dem Tanker „Waldhof“ nahe der Loreley mit zwei Toten im Jahr 2011. Vor Gericht wird noch immer darüber gestritten, wer dafür wieviel Geld zahlen muss.

Das auf dem Rhein gekenterte Säuretankschiff „Waldhof“ wird geborgen. Foto: Thomas Frey/Archiv

Nach sieben Jahren beschäftigt die Havarie des Säuretankers „Waldhof“ auf dem Rhein mit zwei Toten heute noch einmal die Justiz. Es geht darum, ob nur die „Waldhof“ an dem Unglück schuld war oder auch das entgegenkommende Schiff „Akropolis“. Die „Waldhof“-Reederei hat die „Akropolis“-Reederei auf Schadenersatz verklagt.

Eine Entscheidung ist an diesem Dienstag noch nicht zu erwarten, allerdings wird damit gerechnet, dass das Oberlandesgericht Köln deutlich machen wird, wie es die Sache sieht. 2015 hatte das Oberlandesgericht festgestellt, dass das erstinstanzliche Urteil des Amtsgerichts St. Goar „mit Verfahrenfehlern behaftet“ gewesen sei. Das Amtsgericht hatte die Klage der „Waldhof“-Reederei als unbegründet abgewiesen.

Die mit 2400 Tonnen Schwefelsäure beladene „Waldhof“ war in der Nacht zum 13. Januar 2011 auf dem Mittelrhein nahe der Loreley gekentert. Zwei Besatzungsmitglieder konnten sich retten, die beiden anderen kamen um. Danach war der Rhein 32 Tage lang gesperrt. Experten sprachen vom „folgenschwersten Unfall auf dem Rhein seit Menschengedenken“.

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