Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
NRW

Warnstreiks in NRW stellt Pendler und Eltern vor Probleme

Tarife

Dienstag, 20. März 2018 - 00:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Den ganzen Tag keine Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen. Der öffentliche Nahverkehr wird in vielen NRW-Städten am Dienstag bestreikt. Auch zahlreiche kommunale Kitas werden nicht öffnen.

Pendler und Eltern in Nordrhein-Westfalen werden am Dienstag die Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst zu spüren bekommen. Die Gewerkschaft Verdi hat mehr als 20 000 Beschäftigte zu Warnstreiks aufgerufen. Im Ruhrgebiet werden in etlichen Städten kommunale Verkehrsbetriebe bestreikt, darunter sind Dortmund, Bochum und Essen. Hier sollen von Betriebsbeginn am frühen Dienstagmorgen bis zum Betriebsschluss spät in der Nacht sämtliche U-Bahnen sowie Stadtbahn- und Buslinien ausfallen. Allein in Dortmund wickelt der öffentliche Nahverkehr pro Tag normalerweise etwa 370 000 Fahrten ab, in Essen gibt es pro Tag mehr als 320 000 Fahrgäste.

Anzeige

Viele Nahverkehrsbetriebe in NRW haben ihre Fahrgäste am Montag vorgewarnt. Auch in Bielefeld und Wuppertal sowie in vielen anderen Städten soll der Nahverkehr stillstehen. In Duisburg könnten die Fahrgäste noch Glück haben, dort will Verdi nur bis 12 Uhr mittags streiken. S-Bahnen und Regionalzüge gelten als eine Alternative. Eine dichtere Taktung wird es bei den S-Bahnen aber nicht geben. Das Angebot könne so kurzfristig nicht aufgestockt werden, hieß es beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. Als weitere Alternativen gelten Fahrgemeinschaften und das Fahrrad. Allerdings ist die Nacht zum Dienstag wieder frostig und dementsprechend ist es am Morgen kühl.

Zweiter Schwerpunkt der Streikaktionen sind Kindertagesstätten. So sind Herne alle 19 städtischen Kitas zu, in Bochum 15 von 17. Die genauen Auswirkungen auf die Kinderbetreuung könnten viele Städte am Montag noch nicht genau abschätzen. In Dortmund ist aber klar: „Ein Notdienst kann für den angekündigten Zeitraum leider nicht angeboten werden. Wir bedauern dies“, heißt es von Seiten der Stadt. Aber auch viele Eltern von Schulkinder müssen dafür Sorge tragen, dass ihre Sprösslinge diesmal ohne Busse und Bahnen in die Schule kommen. Das NRW-Schulministerium verwies am Montag darauf, dass der Streik angekündigt sei. Deswegen bestehe ganz normale Schulpflicht.

Am Mittwoch werden dann unter anderem die kommunalen Verkehrsbetriebe in Köln und Düsseldorf bestreikt. Die Gewerkschaft will mit dieser ersten großen Warnstreikwelle ihrer Forderung nach sechs Prozent mehr Geld für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen Nachdruck verleihen. Verdi fordert für die insgesamt 2,3 Millionen Beschäftigte von Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Geld. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Mitte April angesetzt.

Ihr Kommentar zum Thema

Warnstreiks in NRW stellt Pendler und Eltern vor Probleme

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha

Anzeige
Anzeige