Wegen Corona: Belüftung in Theatern unter der Lupe

dpa/lnw Düsseldorf. In Kulturhäusern müssen Belüftung und die Belegung von Sitzplätzen stimmen, um vor Corona zu schützen. Jetzt untersuchen Theatertechniker Theater und Konzerthallen in NRW.

Wegen Corona: Belüftung in Theatern unter der Lupe

Notenständer stehen im Konzerthaus in Dortmund vor leeren Zuschauersitzen auf der Bühne. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Um für eine Wiederöffnung der derzeit wegen Corona geschlossenen Theater und Konzerthallen gewappnet zu sein, werden die Lüftungen der Häuser untersucht. Die Deutsche Theatertechnische Gesellschaft werde die Belüftungssysteme zunächst in großen Häusern betrachten, teilte das nordrhein-westfälische Kulturministerium mit. In einem ersten Schritt sollen die Lüftungen in 27 Einrichtungen unter die Lupe genommen werden: in 19 kommunalen Theatern, den vier Landestheatern sowie den großen Konzerthäusern in Köln, Dortmund, Düsseldorf und Bochum.

Dabei geht es um Fragen wie Frischluftzufuhr, Raumgröße und Zahl der Sitzplätze. Die Untersuchung soll noch im Dezember beginnen und im Februar 2021 beendet sein. Anschließend kommen kleinere Häuser an die Reihe. „Eine gute Belüftung ist ein entscheidender Faktor, um die Wahrscheinlichkeit von Infektionen in Kultureinrichtungen auf ein Minimum zu reduzieren“, sagte Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos). Mit Hilfe der Daten könnten wissenschaftlich begründete Konzepte erstellt werden. Das sei Voraussetzung für eine Öffnungsstrategie.

In NRW soll eine Arbeitsgruppe Pläne für die Wiedereröffnung der Kulturhäuser erarbeiten. Das war im November vereinbart worden.