NRW

Wegen Corona? Fahnder finden ungewöhnlich viele Drogen

Kriminalität

Montag, 19. Oktober 2020 - 15:02 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Essen. Zollfahnder aus Nordrhein-Westfalen haben am Wochenende zusammen ungewöhnlich viele Drogen beschlagnahmt. Bei mehreren, nicht zusammenhängenden Schmuggelversuchen stellten die Beamten laut einer Mitteilung von Montag insgesamt 137 Kilogramm Drogen mit einem Straßenverkaufswert von 2,2 Millionen Euro sicher. „Unsere Ermittlungszahlen zeigen, dass die Schmuggelversuche im großen Stil wieder ansteigen“, sagt der stellvertretende Leiter des Zollfahndungsamtes Essen, Stefan Muhr. Er vermutet, dass die Kriminellen „möglicherweise versuchen, ihre Drogenlager vor einem von ihnen befürchteten Lockdown aufzufüllen.“

Der Schriftzug „Polizei“ an einem Polizeirevier. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild

So stellte der Zoll im Grenzgebiet zu den Niederlanden von Freitag bis Sonntag 124 Kilogramm Rauschgift sicher. Darunter Kokain, Heroin und Haschisch. Die Fahnder in Duisburg und von der Bundespolizei in Kleve entdeckten 29 Kilogramm Ecstasy und 23 Kilogramm Marihuana. Am Flughafen Köln-Bonn wurden im gleichen Zeitraum 13 Kilogramm Drogen, darunter 2 Kilogramm Heroin und Marihuana entdeckt.

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