Wegen Maskengegnern: Münster lässt Schulwege überwachen

dpa/lnw Münster. War alles nur Fake oder wollen Maskengegner ausgerechnet am 9. November Kinder vor ihren Schulen abpassen? Ministerium, Ordnungsbehörden und Polizei sind auf alle Fälle eingestellt.

Wegen Maskengegnern: Münster lässt Schulwege überwachen

Ein Polizist hält eine Kelle mit der Aufschrift "Halt. Polizei" in der Hand. Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild

Nachdem Maskengegner Aktionen angekündigt haben, wollen Polizei und Ordnungsamt in Münster heute die Schulwege beobachten. „Wir sind auf eventuelle Aktionen der Initiative vorbereitet“, sagte der Leiter des Ordnungsamtes, Norbert Vechtel. Außerdem könnten Betroffene anrufen oder eine E-Mail schreiben. Ob es heute tatsächlich zu Aktionen kommt, ist unklar.

Das Bildungsministerium hatte die Schulen in NRW vergangene Woche gewarnt: Es gebe Hinweise, dass die Initiative „Querdenken 711“ am 9. November deutschlandweit an 1000 Schulen „Aktionen gegen die Pflicht zum Tragen der Mund-Nase-Bedeckung durchführen will“, so das Ministerium in einer Rundmail an alle Schulen.

Demnach sollen mit „Querdenken“ sympathisierende Eltern planen, Kinder und deren Eltern auf dem Schulweg anzusprechen, ihnen unwirksame Masken mit dem „Querdenken“-Logo in die Hand zu drücken oder eine CO2-Messung unter den Masken der Kinder anzubieten. Der Gründer der „Querdenken 711“-Initiative hatte daraufhin mitgeteilt, die angebliche Aktion sei in Wahrheit nur ein Fake gewesen, um eventuelle undichte Stellen bei der internen Kommunikation zu finden.

Der Landtagsabgeordnete Marcel Hafke (FDP) blieb skeptisch und warnte ebenfalls vor „Querdenken“-Aktionen, die seinen Informationen nach auch in Wuppertal geplant sein könnten.