NRW

Weiberfastnacht ohne Straßenkarneval

Brauchtum

Mittwoch, 10. Februar 2021 - 14:55 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Köln/Düsseldorf. Am Donnerstag ist Weiberfastnacht, doch Schunkeln, Singen, Bützen (küssen) - all das ist in Corona-Zeiten nicht möglich. Der Straßenkarneval ist abgesagt. Grundsätzlich rechne man deshalb mit einem sehr viel ruhigeren Verlauf als sonst, sagte am Mittwoch ein Sprecher der Kölner Polizei. „Wir gehen davon aus, dass sich die ganz große Masse an die Schutzrichtlinien hält.“

Gegen private Karnevalspartys werde man konsequent einschreiten. Die Polizei will im gesamten Kölner Stadtgebiet präsent sein, insgesamt allerdings mit deutlich reduzierten Kräften. Während sie in den Jahren nach der „Kölner Silvesternacht“ mit bis zu 1500 Beamten im Einsatz war, werden es diesmal nur ungefähr 300 sein. Weiberfastnacht gilt traditionell als der problematischste Karnevalstag - in normalen Jahren strömen dann Hunderttausende Touristen in die Stadt.

In Köln ist es an Karneval im gesamten Stadtgebiet verboten, Alkohol im öffentlichen Raum zu konsumieren. An bestimmten Hotspots darf auch kein Alkohol verkauft werden. Das Ordnungsamt werde alle Verstöße gegen die Corona-Regeln wie auch gegen das Alkoholverbot „konsequent ahnden“, teilte die Stadt mit.

Das Innenministerium in Düsseldorf wies darauf hin, dass die nordrhein-westfälischen Polizeibehörden auf die Karnevalstage vorbereitet seien. Die Zahl der Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei seien verstärkt worden, um auf unerwartete Entwicklungen schnell reagieren zu können.

© dpa-infocom, dpa:210210-99-382675/2


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