Weiterbau Autobahn 445: Eine von drei Klagen zurückgezogen

dpa/lnw Arnsberg/Leipzig. Gegen die Planung zum Weiterbau der Autobahn 445 zwischen Hamm und Werl haben zwei Kläger die noch fehlenden Begründungen rechtzeitig vorgelegt. Mitte Juni war die Klagefrist abgelaufen. Das teilte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Ein privater Kläger habe seinen Einspruch (Az.: 9 A 10/21) zurückgenommen. Nach Angaben der Bürgerinitiative „StoppT A445“ ist ihre Klagebegründung mit 160 Seiten übergeben worden. Zum Inhalt macht das Bundesverwaltungsgericht keine Angaben.

Weiterbau Autobahn 445: Eine von drei Klagen zurückgezogen

Eine Statue der Justitia hält eine Waagschale. Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild

Ursprünglich hatten sich nach Auskunft einer Gerichtssprecherin ein Naturschutzverband und zwei Privatleute an das Gericht in Leipzig gewandt. Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet bei großen Bauvorhaben in erster Instanz. Nach Auskunft der Bezirksregierung Arnsberg haben die eingereichten Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss keine aufschiebende Wirkung.

Der Autobahnbau zwischen Hamm im Norden und der A445 bei Werl schließt die Lücke zwischen der A2 (Oberhausen-Hannover) und der A44 (Dortmund-Kassel). Am Ende wird die Autobahn rund 21 Kilometer lang sein. Sie führt über Werl weiter ins Sauerland bis Neheim und als A46 bis Bestwig im Hochsauerland. Der Baubeginn ist derzeit noch offen.

Für den Bau mit vier Fahrstreifen sind auf der Strecke zwei Anschlussstellen geplant. Bei Hamm soll der Verkehr als Autobahndreieck auf die A2 geführt werden. Die Planer rechnen für die rund acht Kilometer mit Kosten von 99 Millionen Euro. Im Jahr 2030 sollen nach Angaben der Autobahnbetreiber zwischen 35.000 bis 40.000 Fahrzeuge über die neue Autobahn rollen. Rund ein Fünftel davon sind Lastwagen.

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