NRW

Weitere Verformung an gesperrter A45-Talbrücke entdeckt

Verkehr

Dienstag, 7. Dezember 2021 - 12:45 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Lüdenscheid. Bei den andauernden Untersuchungen der immer noch gesperrten A45-Talbrücke Rahmede haben die Experten eine weitere Verformung an dem Bauwerk festgestellt. Der Befund lasse jedoch keine Rückschlüsse auf das weitere Vorgehen zu, hieß es bei der Autobahn GmbH am Dienstag. Die Prüfung durch Fachleute dauere an. Die „Lüdenscheider Nachrichten“ hatten zuvor berichtet.

Experten überprüfen die gesperrte Talbrücke Rahmede der Autobahn 45 bei Lüdenscheid. Foto: -/Autobahn Westfalen/dpa

Mehrere Experten seien weiterhin vor Ort und prüften das Bauwerk Abschnitt für Abschnitt, sagte eine Sprecherin der Autobahn-Niederlassung Westfalen. „Erst mit einer verlässlichen Menge Daten über das gesamte Schadensausmaß können wir entscheiden, wie es weitergeht“, sagte sie weiter. Damit sei noch in dieser Woche zu rechnen.

Bei einer Kontrolle der Konstruktion auf wichtigen Autobahnverbindung vom Ruhrgebiet in den Süden Deutschlands hatten Experten bei einem Laserscan eine Verformung von Brückenteilen entdeckt. Sofort stoppten die Verantwortlichen den Verkehr. Die Brücke soll bis mindestens Mittwoch gesperrt bleiben.

Bei der Planung der Brücke in den 1960er Jahren war man noch von einer täglichen Belastung von etwa 25 000 Fahrzeugen ausgegangen. Inzwischen rollen täglich rund 64 000 Fahrzeuge über das mehr 450 Meter lange Bauwerk - davon etwa 13 000 Lkw. Die plötzliche Sperrung der auch für den Fernverkehr wichtigen Strecke hatte zunächst für lange Staus und völlig überlastete Umleitungsstrecken im Stadtgebiet von Lüdenscheid gesorgt. Laut Autobahn GmbH ist die Umleitungssituation bereits über das Wochenende schrittweise optimiert worden.

Sicher sei, so die Autobahn GmbH am Freitag, dass das Bauwerk bis zu einem geplanten Neubau baulich verstärkt werden muss, um die tägliche Last wieder tragen zu können. Die Untersuchungen sollen nun das Ausmaß der Schäden erfassen und damit die Frage klären helfen, ob die Strecke unter Ausschluss des Schwerlastverkehrs zeitnah zumindest wieder für Pkw freigegeben werden kann.

Das Prüfverfahren sei sehr aufwendig, unterstrich die Sprecherin der Autobahn GmbH: Um die Schweißnähte auf etwaige Risse zu überprüfen, muss zunächst der Korrosionsschutz abgetragen werden. Dann bringen die Fachleute ein Magnetpulver auf, das sich an einem Riss sammeln würde und diesen so sichtbar macht. Zeitgleich wird der Scan des Stahlbaus fortgesetzt.

© dpa-infocom, dpa:211207-99-288183/3

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