NRW

Weiterer NRW-Geflügelpest-Fall im Kreis Wesel

Tiere

Montag, 21. Dezember 2020 - 15:22 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Wesel. In Sonsbeck im Kreis Wesel ist ein weiterer NRW-Fall von Geflügelpest aufgetreten. Eine infizierte Graugans sei am 8. Dezember tot aufgefunden worden. Eine Untersuchung des Friedrich-Loeffler-Instituts habe die Krankheit nachgewiesen, teilte der Kreis Wesel am Montag mit.

Eine Graugans schreitet bei Regenwetter durch eine Pfütze. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild

Bereits Mitte November war bei einer toten Wildgans ebenfalls am Niederrhein in Emmerich Geflügelpest festgestellt worden. Der Kreis hatte danach auf das Einrichten von Schutzzonen um den Fundort verzichtet, weil er sich in einem Gebiet ohne hohe Geflügeldichte befand.

Auch jetzt sehe das Veterinäramt vorerst von der Einrichtung von Schutzzonen und einer allgemeinen Aufstallungspflicht ab, teilte der Kreis Wesel mit. Geflügelhalter sollten aber ihre Bestände schützen und Kontakte zwischen ihren Tieren und Wildvögeln unterbinden.

Die auch Vogelgrippe genannte Geflügelpest ist eine Infektionskrankheit, die vor allem bei Wasservögeln und anderen Vögeln vorkommt. Bei Hühnern und Puten werden nach Angaben des Ministeriums die höchsten Erkrankungs- und Sterberaten beobachtet - teilweise bis zu 100 Prozent. Bei intensivem Kontakt können sich auch Menschen anstecken. Die Geflügelpest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche und wird daher staatlich bekämpft.

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