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NRW

Weserländer schließen Bau einer K+S-Fernleitung aus

Bergbau

Donnerstag, 15. August 2019 - 17:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Kassel. Der Kasseler Kali- und Salzproduzent K+S muss keine Fernleitung für Salzabwässer von Osthessen zur Oberweser bauen. Das hat am Donnerstag die Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Weser beschlossen, die aus sieben Bundesländern entlang der Flüsse Werra, Fulda und Weser besteht. „Nach intensiver Prüfung aller Möglichkeiten ist klar, dass wir auf den Bau einer Leitung an die Oberweser verzichten können“, sagte Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) als Vorsitzende der FGG in Kassel. Man könne den Bau einer Fernleitung ausschließen, weil auch K+S das nicht wolle.

Das Einleitungsrohr für Salzabwasser am Ufer der Werra beim K+S-Verbundwerk Werra. Foto: Uwe Zucchi/Archivbild

Die Produktion des MDax-Konzerns im hessisch-thüringischen Kalirevier hängt von der Entsorgung von Salzrückständen ab. Bisher geschieht dies vor allem durch die Einleitung in die Werra. Die wiederum mündet in die Weser. Wenn die Werra zu wenig Wasser führt, muss K+S seine Produktion stoppen. Mit einer Fernleitung hätte der Konzern die Salzabwässer direkt in die Weser leiten können. Umweltschützer und Kommunen waren gegen das 240-Millionen-Euro-Projekt Sturm gelaufen.

Auch K+S bevorzugt mittlerweile andere Entsorgungswege wie die Einstapelung von Abwässern in stillgelegte Kaligruben und wird nach dem Willen der Weserländer ab Ende 2021 weniger in die Werra einleiten dürfen. Als einziges Bundesland der FGG hatte Thüringen im Vorfeld gefordert, an der Oberweserfernleitung als Option festzuhalten. Die Vereinbarungen mit K+S seien nicht verbindlich genug. Dem Treffen der Flussgebietsgemeinschaft war Thüringen dann ferngeblieben. Mitglied in der FGG sind Hessen, Niedersachsen, Bayern, Bremen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen.

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