NRW

Wölfe in NRW: Bauern wollen Bestände regulieren

Naturschutz

Dienstag, 8. August 2017 - 05:03 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Münster. Wölfe in NRW willkommen heißen oder jagen? Naturschützer sind da nicht derselben Meinung wie Bauern und Jäger. Die Fronten sind verhärtet. Die Abschuss-Befürworter legen nun ein Gutachten vor.

Zwei Wölfe in einem Gehege in Isselburg (Nordrhein-Westfalen). Foto: Bernd Thissen/Archiv

Bauern- und Jägerverbände befürworten den beschränkten Abschuss von Wölfen in Nordrhein-Westfalen. Ein entsprechendes Gutachten wird heute in Münster vorgestellt. Nach Einschätzung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) drohen sich die Konflikte zwischen Mensch und Wolf zu verschärfen. Daher brauche es eine angemessene Regulierung des Bestandes, ohne dadurch den Schutz der Art in Frage zu stellen.

Naturschützer halten dagegen, eine Wiederansiedlung von Wölfen sei ein Sieg für den Artenschutz. Der Nabu begrüßt die Rückkehr des scheuen Raubtiers in NRW. Im Monitoring seien seit 2009 insgesamt 18 Wölfe im Land nachgewiesen worden. Es handele sich um durchziehende, nicht sesshafte Einzeltiere. Sieben Mal wurden in diesem Jahr bislang Wölfe in NRW gesichtet, zuletzt im Mai.

Ingrid Bergmann 09.08.201700:23 Uhr

Mich wundert die Einstimmigkeit von Jägern und Bauern nicht, da viele Bauern auch Jäger sind bzw. mit auf die Treibjagd gehen. Kaum hat sich eine "neue" Tierart bei uns blicken lassen, so soll sie schon dezimiert werden. Wirklich traurig. Dabei hat sich in anderen Ländern schon gezeigt, (auch bei den Füchsen), dass sich auch ohne Jagd die Tierpopulationen selber regulieren. Spätestens wenn der Futtervorrat zu Neige geht, kommen weniger Tiere einer Art durch.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.