NRW

Wuppertaler SV träumt vom großen Coup

Fußball

Sonntag, 30. Mai 2021 - 11:23 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Lange Zeit ist der bis in die Fünftklassigkeit abgestiegene Wuppertaler SV aus dem Fokus des Profifußballs verschwunden. Jetzt kehren die Bergischen in den DFB-Pokal zurück.

Trainer und TV-Experte Peter Neururer. Foto: Andreas Gebert/dpa/Archivbild

Der Wuppertaler SV kehrt zurück auf die große Fußball-Bühne. Der Regionalligaclub aus dem Bergischen Land, der in den 70-er Jahren drei Spielzeiten der Fußball-Bundesliga angehörte und sogar den Sprung in den UEFA-Cup schaffte, steht nach 14 Jahren wieder in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde. „Dass man sich jetzt auf Bundesebene darstellen und in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde dabei sein darf, ist für einen Regionalligisten etwas Großartiges. Essen, Saarbrücken und andere Regionalligisten haben gezeigt, was daraus entstehen kann. Wir wollen die große Hoffnung haben, dass dies keine Einmaligkeit bleibt“, sagte Peter Neururer, der seit wenigen Wochen zum Vorstand des WSV zählt.

Die Wuppertaler, die das Finale um den Niederrheinpokal am Samstag gegen den SV Straelen durch die Treffer von Semir Saric (38. Minute) und Kevin Hagemann (47.) mit 2:1 (1:0) gewannen, ziehen damit ebenso wie Mittelrheinpokalsieger Viktoria Köln (2:0 gegen Alemannia Aachen) und die zuvor bereits qualifizierten Westfalenvertreter Preußen Münster und Sportfreunde Lotte in den DFB-Pokal ein. „Jetzt hat der WSV die Möglichkeit, sich groß darzustellen“, sagte Neururer. Wie zuletzt 2008 im Achtelfinale gegen den FC Bayern München. Die Partie in der Gelsenkirchener Arena ging zwar mit 2:5 verloren, dabei kamen aber mehr als 60 000 Zuschauer.

Wenn es nach Neururer ginge, muss es jetzt im DFB-Pokal nicht gleich wieder der FC Bayern sein. „In der ersten Runde hätte ich gerne jemanden, den man schlagen kann. Ein Spiel gibt es ja sowieso, also: Auf in die zweite Runde“, sagte der 65-Jährige nach dem siebten Sieg im Niederrheinpokal. Auch Chefcoach Björn Mehnert, der seit Dezember im Amt ist, weiß um die Bedeutung des Erfolges. „Ich glaube, für die Stadt und für die Fans bedeutet es unheimlich viel, mit einem Verein wie dem Wuppertaler SV wieder bundesweit vertreten zu sein. Die Jungs haben die Zuschauer und die Stadt mit Stolz vertreten und da können sie selbst stolz drauf sein“, sagte der 44-Jährige.

© dpa-infocom, dpa:210530-99-794224/2

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