Zahl der Demos in NRW-Städten nimmt deutlich zu

dpa/lnw Düsseldorf. Die Zahl der Demonstrationen in den NRW-Metropolen hat deutlich zugenommen. In fast allen Großstädten des Landes haben 2019 bereits vor Ablauf des Jahres mehr Demos stattgefunden als im Vorjahr, wie aus einer dpa-Umfrage unter den zuständigen Polizeipräsidien hervorgeht. In der Landeshauptstadt Düsseldorf gab es bereits vor den letzten Wochen des Jahres 898 Demos im Vergleich zu 606 in 2018. In Köln und Leverkusen fanden schon vor dem Jahresende 823 angemeldete Demos statt, 2018 waren es 797 insgesamt gewesen. Auch in Münster (320 Demos), Bielefeld (293), Bonn (414), der Region Bochum/Herne/Witten (257) und Essen gab es Zunahmen. Lediglich in der Region Aachen, wo schon seit langem die Proteste rund um den Hambacher Forst große Wellen schlagen, blieb die Demo-Zahl auf hohem Niveau (377) konstant.

Zahl der Demos in NRW-Städten nimmt deutlich zu

Ein Polizist beobachtet neben seinem Motorrad die Demonstranten. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild

Mehrere Gruppen meldeten gleich etliche Termine infolge an - quasi als Demo-Dauerabos. Dazu gehörte in den meisten Städten die Bewegung Fridays for Future, die seit rund einem Jahr Freitag für Freitag gegen die Klimapolitik der Bundesregierung demonstriert. In Dortmund, Herne oder Essen gibt es regelmäßig rechte Demos - etwa von „Besorgten Bürgern“ oder den sogenannten „Steeler Jungs“. Immer wieder bilden sich dazu Gegenversammlungen. Wie viele Demonstrationen welchem politischen Spektrum zuzurechnen sind, ließ sich bei der Polizei allerdings nicht nachvollziehen.