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NRW

Zehntausende im Klimastreik: NRW übertrifft Erwartungen

Klima

Freitag, 20. September 2019 - 16:27 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Münster/Bonn. Diesmal sind es nicht nur Schüler und Studenten. Auch Eltern, Omas und Opas treten in den Klimastreik. In NRW sind es Zehntausende - viel, viel mehr als gedacht.

Jugendliche demonstrieren am Rhein bei der Friday for future Demonstration für einen besseren Klimaschutz. Foto: Roberto Pfeil/Archivbild

Eine Menschenkette, bunte Demo-Züge, Jung und Alt Hand in Hand - mehrere zehntausend Menschen sind am Freitag in Nordrhein-Westfalen für das Klima auf die Straße gegangen. Und fast überall haben die Teilnehmerzahlen die Erwartungen der Veranstalter deutlich übertroffen. Die Fridays-for-Future-Aktionen haben im bevölkerungsreichsten Bundesland breit mobilisiert.

Hotspot war die Millionenstadt Köln, wo sich laut Veranstalter 70 000 Menschen beteiligten. „Das ist schon sehr krass. Damit haben wir nicht gerechnet“, sagte Fridays for Future-Sprecherin Leonie Bremer der Deutschen Presse-Agentur. Die Polizei bestätigte diese Zahl jedoch nicht. Angemeldet waren 20 000 Personen.

In Münster gingen mehr als 20 000 Kita-Kinder, Schüler, Eltern, Studenten, Eltern und Großeltern auf die Straße. „Wir haben mehr als doppelt so viele mobilisieren können wie erhofft“, berichtete Sprecherin Sophia Kegel von Fridays for Future-Bewegung (FfF) in der westfälischen Stadt. In Bonn waren es nach Veranstalterangaben 15 000 Aktive. In beiden Städten waren 10 000 Demonstranten angemeldet gewesen. In Düsseldorf versammelten sich rund um den Landtag etwa 20 000 Demonstranten, um ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen, wie es von FfF-Seiten hieß.

In Dortmund bildete sich eine Menschenkette, an der etwa 12 000 Eltern, Jugendliche und Kinder mitwirkten. „Wir hatten mit 5000 Leuten gerechnet, aber es waren so viele mehr“, schilderte Julis Obhues von Fridays for Future. Zwei Demogruppen hätten sich durch das Stadtzentrum bewegt und seien dann wieder zusammengekommen - um Hand in Hand fürs Klima einzustehen. In Bielefeld sprach die Polizei von 11 500 Teilnehmern - etwa doppelt so viele wie erwartet. Dort sollte die Demo den Auftakt bilden zu einer ganzen Klimaschutz-Woche.

In Essen beteiligten sich nach Polizeiangaben mehrere Tausend Menschen an einem Demonstrationszug durch die Innenstadt - ebenfalls deutlich mehr als von den Veranstaltern gedacht. Auch hier forderten die Teilnehmer von der Politik mehr konkrete und schnelle Maßnahmen für einem wirksamen Klimaschutz. Diesmal haben auch Arbeitnehmer, Gewerkschaften, Kirchen, Umweltorganisationen, Unternehmen, Stadtverwaltungen und viele Organisationen den Aufruf von Fridays for Future unterstützt.

„Die Zeit des Redens ist zu Ende, jetzt muss endlich gehandelt werden“, betonte der Essener Weihbischof Ludger Schepers am Rande einer dortigen Kundgebung. „Die Fakten liegen auf dem Tisch, wir haben ausreichend Handreichungen und andere Papiere, jetzt geht es darum, loszulegen.“

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