NRW

Zeitung: Erzbistum Köln will Mitarbeiterin nicht bestrafen

Sonntag, 4. Dezember 2022 - 21:51 Uhr

von dpa

Gegen den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki laufen strafrechtliche Ermittlungen. Untersucht wird laut Staatsanwaltschaft der Vorwurf der falschen Versicherung an Eides Statt. Darauf stehen im Falle einer Verurteilung bis zu drei Jahre Haft oder Geldstrafe. Woelki selbst weist alle Vorwürfe als unberechtigt zurück. Auslöser für die Ermittlungen war ein Interview mit Dahm, der ehemaligen Assistentin des Personalchefs im Erzbistum Köln. Darin sagte sie, dass Woelki früher als er selbst ausgesagt hatte über Missbrauchsvorwürfe gegen den früheren Sternsinger-Chef Winfried Pilz informiert worden sei.

Inzwischen ermittelt die Kölner Staatsanwaltschaft auch in einem zweiten Fall wegen des Verdachts der falschen eidesstattlichen Versicherung gegen Woelki. Anlass dafür war die Aussage einer Zeugin in einem presserechtlichen Verfahren vor dem Kölner Landgericht.

Karte

Das Erzbistum hatte im Fall Dahm zunächst die Prüfung arbeitsrechtlicher Schritte gegen die Mitarbeiterin angekündigt: „Denn diese hat aus dem sensiblen Bereich der Personalführung berichtet und dafür ihre Vertrauensstellung benutzt. Das ist streng untersagt und das kann kein Arbeitgeber dulden.“

Der 66 Jahre alte Woelki, der als Erzbischof von Köln das größte katholische Bistum in Deutschland leitet, steht seit Jahren unter Druck. Unter anderem wird sein Umgang mit Missbrauchsvorwürfen kritisiert.


Die Kommentarfunktionalität wurde für diesen Artikel deaktiviert.

Das Funkturmunternehmen Vantage Towers muss einen neuen Chef suchen. Der Vorstandsvorsitzende Vivek Badrinath habe den Aufsichtsrat informiert, dass er aus persönlichen Gründen nicht für eine Verlängerung seines bis Ende 2023 laufenden Vertrages zur Verfügung stehe, teilte die Tochter des britischen Telekomkonzerns Vodafone am Montag mit. Der Manager würde auch eher gehen, sofern dies vom Aufsichtsrat für die Nachfolgeregelung als sinnvoll erachtet werde.