NRW

Zerstückelter Koch zum dritten Mal Fall für Landgericht

Prozesse

Dienstag, 29. September 2020 - 02:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Köln. Im Sommer 2016 fanden Kinder am Rheinufer einen Leichentorso. Ermittlungen führten zu einem Chinakoch, der einen Kollegen getötet hatte. Der Fall wird jetzt zum dritten Mal verhandelt.

Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild/Archiv

Im Fall eines getöteten und zerstückelten chinesischen Kochs aus Köln verhandelt das Landgericht heute neu über das Strafmaß für den Täter. Der frühere Kollege des Opfers war im Januar 2019 in erster Instanz zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft wegen Totschlags verurteilt worden.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hob das Urteil wegen Fehlern in der Beweiswürdigung auf und verwies das Verfahren zurück ans Kölner Landgericht. Im Revisionsverfahren wurde der 39 Jahre alte Mann im Februar 2020 wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Aber erneut hob der BGH das Urteil auf, weil strafschärfende und -mildernde Gründe nicht ausgewogen gewürdigt worden waren. Das Landgericht muss nun erneut über das Strafmaß verhandeln. Die Schuld des Angeklagten steht hingegen seit dem ersten Urteil fest.

Demnach hat er seinen Kollegen im Streit getötet und anschließend zerteilt. Die Einzelteile der Leiche wurden später an zwei unterschiedlichen Orten in Köln jeweils von Kindern gefunden.

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