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NRW

Zugunglück: Lokführer erhielt vor dem Crash Fahrauftrag

Unfälle

Donnerstag, 7. Dezember 2017 - 12:22 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Meerbusch. Vor dem Zugunglück von Meerbusch hat der Lokführer der Regionalbahn einen Fahrauftrag erhalten, obwohl die Strecke noch nicht frei war. „Damit durfte er weiterfahren“, sagte ein Sprecher der Bundesstelle für Eisenbahn-Unfalluntersuchungen in Bonn am Donnerstag der dpa. Der Fahrauftrag hebe das Halte-Signal auf.

Mitarbeiter der Bahn beginnen mit der Bergung zweier verunglückter Züge. Foto: Roland Weihrauch

Dies bedeute aber noch nicht, dass das Unglück auf einen Fehler der Fahrdienstleitung zurückgeht. „Auch technische Ursachen sind noch möglich“, sagte er und bat um Geduld. „Wir rekonstruieren das Ereignis im Ist-Ablauf. Das kann lange dauern.“

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Inzwischen stehe zudem fest, dass der Güterzug, auf den der Personenzug aufgefahren war, gerade wieder angefahren war. Er hatte zuvor das Signal zur Einfahrt in den Bahnhof Meerbusch-Osterath erhalten. Dadurch sei der Aufprall gemildert worden.

Bei dem Unglück waren am Dienstagabend 50 Menschen verletzt worden, neun von ihnen schwer. Die Strecke bei Neuss ist weiterhin gesperrt. 173 Menschen - darunter auch die Verletzten - mussten in dem Zug lange ausharren, bis die Gefahr aus der herabgerissenen Oberleitung mit 15 000 Volt Hochspannung gebannt war.

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