NRW

Zusätzliche Hilfen für Unternehmen nach Flutkatastrophe

Unternehmen

Freitag, 24. September 2021 - 16:15 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Flutgeschädigte Unternehmen bekommen leichteren Zugang zur Überbrückungshilfe, dem zentralen Kriseninstrument der Regierung in der Corona-Pandemie. Das gilt für Firmen, die im Juni noch unter coronabedingten Umsatzeinbrüchen gelitten hatten und dann auch von der Hochwasserkatastrophe im Juli getroffen worden sind, wie das Wirtschaftsministerium in Berlin mitteilte.

Meterhoch türmen sich Wohnwagen, Gastanks, Bäume und Schrott an einer Brücke über der Ahr. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild

Diese Firmen könnten ab diesem Freitag Anträge auf die sogenannte Überbrückungshilfe III Plus für den Förderzeitraum Juli bis September stellen. Damit die Hilfen schnell wirken, könnten die Unternehmen Abschlagszahlungen in Höhe von bis zu 100.000 Euro pro Fördermonat erhalten.

Zur Begründung hieß es, Firmen, die coronabedingte Umsatzeinbrüche hätten und von den Hochwasserereignissen betroffen seien, sollten nicht aus der Überbrückungshilfe III Plus fallen. Dies wäre ohne eine Programmanpassung für diese Firmen der Fall gewesen, weil ihre Umsatzeinbrüche in weiten Teilen nicht mehr nur durch Corona, sondern auch durch das Hochwasser bedingt würden.

Weiterhin antragsberechtigt seien Unternehmen, die für die Überbrückungshilfe III antragsberechtigt gewesen seien und vom Juli-Hochwasser betroffen seien - Voraussetzung: sie haben im Juni und im jeweiligen Fördermonat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum gehabt.

Für Betriebe, die sowohl die Überbrückungshilfe III Plus als auch den Aufbauhilfefonds in Anspruch nehmen wollten, erfolgt laut Ministerium eine gegebenenfalls notwendige Anrechnung im Aufbauhilfefonds.

Die Überbrückungshilfe ist das zentrale Kriseninstrument der Bundesregierung, um die Folgen der Pandemie für belastete Firmen abzumildern. Für den Hilfsfonds für die Opfer der Hochwasserkatastrophe Mitte Juli vor allem im Westen Deutschlands sind Mittel von bis zu 30 Milliarden Euro vorgesehen.

© dpa-infocom, dpa:210924-99-345919/2

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