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NRW

Zweifel am Schulstart: Ministerin sichert Hygiene-Hilfen zu

Schulen

Dienstag, 21. April 2020 - 14:30 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Der Schulbeginn mitten in der Corona-Krise wird aus Sicht der Opposition chaotisch verlaufen. Nötige Sicherheitsmaßnahmen und Planungssicherheit fehlten, moniert die SPD. Die Schulministerin gibt dagegen eine Garantie.

Yvonne Gebauer (FDP), Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Die nordrhein-westfälischen Schulen sind aus Sicht der SPD-Opposition und der Gewerkschaft GEW für die Rückkehr der ersten Schüler an diesem Donnerstag nicht gerüstet. Klare Vorgaben der Landesregierung fehlten nach wie vor an vielen wesentlichen Stellen, kritisierte SPD-Fraktionsvize Jochen Ott am Dienstag in Düsseldorf. Auch die Grünen fordern Nachbesserungen.

Wegen zu später und teils widersprüchlicher Kommunikation des Schulministeriums hätten die Schüler immer noch keine Klarheit, wer nun am Donnerstag in die Schulen komme müsse und wer - wegen der eingeschränkten Kapazitäten in der Corona-Krise - überhaupt kommen könne, bemängelte Ott. Die Schulen wiederum wüssten nicht, wie viele Lehrer erscheinen werden oder wegen Vorerkrankungen nicht für den Unterricht infrage kämen. „Man hatte ein PR-Ziel: Das war der Exit“, sagte Ott. „Seitdem versucht man ständig, nachzubessern.“

Die Landesregierung will ab diesem Donnerstag wieder Prüflinge an den Schulen zulassen - angehende Abiturienten auf freiwilliger Basis. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) geht dagegen von einem „verfrühten Schulstart“ aus. Die Landesvorsitzende Maike Finnern monierte in einer Mitteilung: „Weder die personellen noch die gesundheitlich erforderlichen Voraussetzungen sind gegeben.“

Unterdessen sicherte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) den Schulen Unterstützung bei der Versorgung mit Hygiene-Material und Schutzausrüstung zu. „Die Schulträger können über eine Vermittlung der Bezirksregierung Münster bei Lieferanten eine Million Schutzmasken und mindestens 20 000 Liter Desinfektionsmittel kostenpflichtig bestellen“, teilte das Ministerium mit. Das Angebot gelte für Schulen mit Engpässen. Sie könnten so auch mobile Hygienestationen mit Handwaschmöglichkeiten beziehen.

An diesem Mittwoch muss Gebauer im Schulausschuss des Landtags Rede und Antwort stehen, wie es mit dem Schulbetrieb weitergehen soll.

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