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Zahl der Braustätten sinkt - Warnung vor Pleitewelle

Freitag, 14. Oktober 2022 - 11:52 Uhr

von dpa

© Roland Weihrauch/dpa

Vor einer Pleitewelle unter den deutschen Brauereien hat der Deutsche Brauer-Bund gewarnt. In der Energiekrise habe sich die Situation der Branche dramatisch zugespitzt, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Holger Eichele, in Berlin. „Wenn es Bund und Ländern nicht bald gelingt, die Preise für Gas und Strom schnell und wirksam zu begrenzen, werden viele Betriebe im produzierenden Gewerbe den Jahreswechsel nicht mehr erleben.“

Nach der Absatzkrise während der Corona-Pandemie setzten nun die hohen Energiepreise den Betrieben zu, schilderte Eichele die Lage. Zwar habe sich der Absatz zuletzt stabilisiert, doch die hohen Kosten führten zu herben Verlusten. „2022 wird eines der schwärzesten Jahre unserer Geschichte, und die Aussichten für 2023 sind leider düster“, sagte Eichele auf einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Verband der Bier-Sommeliers.

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In den vergangenen beiden Jahren ist die Zahl der Braustätten in Deutschland erstmals seit langer Zeit zurückgegangen. Zum Jahresende 2021 gab es noch 1512 Brauereien und damit 40 weniger als zwei Jahre zuvor. Um mehr Vielfalt und eine verbesserte Bierkultur kümmert sich auch der Verband der Diplom-Biersommeliers, der am Wochenende in der Hauptstadt tagt. Geschäftsführerin Nicola Buchner wies auf den steigenden Frauenanteil hin: Mit 629 Sommelièren stellen sie im Verband bereits 37 Prozent der Mitglieder.


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Die NRW-Grünen wollen nach eigenen Angaben eine neue Definition der Clan-Kriminalität schaffen, die ihrer Ansicht nach nicht stigmatisierend ist. Eine solche neue Definition solle sich einzig auf kriminelle Strukturen beziehen, „ohne Menschen pauschal zu verurteilen und unter Generalverdacht zu stellen“, sagte die innenpolitische Sprecherin der Grünen, Julia Höller, dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mittwochsausgabe). Schlägereien und Straßenkämpfe sollen demnach nur dann im Lagebild zu Clan-Delikten auftauchen, wenn die Ermittler nachweisen, dass die organisierte Kriminalität dahinter stecke. „Ich gehe davon aus, dass sich das Innenministerium und das Justizministerium zeitnah über eine gemeinsame Definition austauschen“, sagte Höller.